Pimp my FRECHDACHS (Tutorial Taschen, Paspel, Knopfleiste)

Lange 2,5 Wochen musstet ihr nun warten, aber jetzt ist es soweit PIMP MY FRECHDACHS ist das Motto dieses Beitrags, indem wir euch zeigen wollen, wie ihr ganz einfach Taschen, Paspeln und Knopfleisten einnähen könnt 🙂

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Let’s go!

Taschen

Um Taschen an deinen Dachs zu zaubern, musst du zuerst genau die gleichen Schritte gehen, wie in der Anleitung zum FRECHDACHS beschrieben. SM ausdrucken. Richtige Größe abpausen (ich nehm ganz gerne durchsichtige Einpackfolie ;-)) Stoff zuschneiden. Dann nimmst du dir das SM her und am besten eine Rolle Geschenkband. Nun musst du dir überlegen, wo du die Taschen gerne hättest. (Ich habe hier Gr.50 genäht und bin vom Bauchbund zwei Finger breit nach unten gewandert) An dieser Stelle setzt du die Geschenkbandrolle ein. Wie weit in den Stoff? Auch das ist wieder Geschmackssache (ich habe ca.die Hälfte gewählt). Wenn du die richtige Position gefunden hast, zeichnest du dir einen Bogen auf dem Schnittmuster.

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Das Muster legst du nun im Bruch auf das Vorderteil und schneidest die Taschenwölbung aus. ACHTUNG! Dies machst du NUR beim Vorderteil! Aufgeklappt schaut das Ganze dann so aus:

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In dieser Variante habe ich nur Ziertaschen genäht. D.h. Stoffreste aller Art bieten sich sehr gut an. Dafür habe ich einen Stoffstreifen hergenommen, der in etwa 3 cm breiter ist als meine Tasche (nochmal: hier soll man nicht rein greifen können bei Gr.50 auch eher nicht erforderlich) Diesen legst du unter dein Vorderteil. Wenn du nun mit dem Finger über den Hauptstoff fährst, spürst du die Kante des Taschenstoffes und kannst ihn beliebig (je nachdem wie groß er ist) verschieben. Wichtig dabei ist, dass er an jeder Kante der Tasche mind.2 cm größer ist als der Auschnitt, sonst kannst du später nicht mehr absteppen.

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*Einschub: Für alle, die eine Tasche zum Reingreifen mögen, schneiden den Stoffstreifen so zu, dass eine Kinderhand reinpasst.*

Wenn du dir unsicher bist, ob du es schaffst, die Hosenform beizubehalten, wenn du das Tascheninnere dem Vorderteil anpasst, dann leg dir doch das Hinterteil exakt auf dein Stoff und schneide an der Kante entlang. Das kannst du hier nocheinmal auf den Fotos anschauen.

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Im nächsten Schritt misst du am Bogen der Tasche aus, wie lang deine Bündchen-/Jerseystreifen sein müssen. Zu der Länge rechnest du 2 cm, sodass der Streifen oben und unten gut 1 cm über den Hosenrand schauen kann.

In diesem Beispiel 16cm+2cm= 18cm Streifen. Wie breit diese Streifen sein sollen, entscheidest du!

Stecke den Streifen (ob Jersey oder Bündchenware ist egal) am Bogen der Tasche fest. Dabei schauen die offenen kannten nach außen! Vergiss nicht den einen cm am Anfang und am Ende (siehe Bild) überstehen zu lassen.

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Nun ab an die Nähmaschine 🙂

Mit 0,5cm Abstand nähst du den Streifen an dein Vorderteil der Hose. Und das machst du einmal für die rechte Tasche und einmal für die linke Tasche. Anschließend drehst du die Naht nach innen. Wenn du nun über den Stoff fährst, dann spürst du eine Wulst. Auf genau dieser können wir im nächsten Schritt absteppen.

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*Hier nochmal ein Einschub für alle die richtige Taschen nähen. Du steppst jetzt ebenfalls auf der Wulst ab, aber OHNE deinen Tascheninnenstoff! Den nähst du im 2. Schritt an. Also 1.Schritt Naht absteppen 2.Schritt: Zugeschnittener Tascheninnenstoff unter das Vorderteil legen und so mit dem Vorderteil ringsum vernähen, dass eine Kinderhand reinpasst. Ob du nun einen Bogen um die Tasche nähst oder ein Viereck, das ist dir überlassen 😉 Eine kleine Skizze, soll dir hier weiterhelfen.*

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Lege deinen Tascheninnenstoff unter das Vorderteil und stecke das Ganze fest. Steppe nun auf der Wulst (Abstand ca.0,5cm zum Beginn des Bündchens-/Jerseystreifens) einmal am Halbkreis entlang. An dieser Stelle eignen sich auch einige Zierstiche 🙂 Trau dich! Wenn du beide Taschen dran genäht hast, kannst du den DACHS mal umdrehen. Das Ganze müsste dann so wie bei mir aussehen. Ich hab die unschönen Ränder der Taschen dann noch mit einer Zick-Zackschere verschönert, ist aber eher Kür, keine Pflicht 😉

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Ab jetzt nähst du genau wie in der Anleitung beschrieben weiter. Vorder- und Rückteil rechts auf rechts zusammen nähen. Den Schritt verschließen und Bündchen dran. Fertig 🙂

 

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Paspel

Eine Paspel trennt zwei Stoffstücke an einer beliebigen Stelle. Unsere Probenäherinnen haben die Paspel wundervoll oberhalb des DACHSpopos in Szene gesetzt. Wie du das auch tun kannst? Ganz einfach 😉

Ich habe hier kein echtes Paspelband genommen, sondern mir einen Jerseystreifen 2cm breit zugeschnitten und diesen dann gefaltet. (Wenn du ihn bügelst, dann tust du dich ein wenig leichter).

Im ersten Schritt hast du dir deine Wunschgröße bereits aus dem Stoff geschnitten. Im zweiten Schritt klappst du DAS HINTERTEIL (nur dieses!) rechts auf rechts aufeinander und suchst dir am Bruch den Startpunkt und an den Kanten den Zielpunkt für deine Paspel aus (siehe Skizze). Der Startpunkt im Bruch liegt dabei höher als der Zielpunkt an der Außenkante. Ich habe hier 4 cm gewählt und an der Außenkante 9cm. Diese zwei Punkte verbindest du nun. Dabei zeichnest du automatisch einen leichten Bogen.  Wenn du dann entlang der Linie schneidest, dann schaut das Ganze zum Schluss so aus:

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Nimm dir die obere Hälfte zur Hand (den schmalen Teil). Wie bereits am Anfang erwähnt habe ich eine „falsche Paspel“ eingenäht. Falsch, weil es ein einfacher, gefaltener Jerseystreifen ist. (echte Paspeln, haben noch eine Schnur im Bauch ;-)) Miss wie lang deine Paspel sein soll und schneide sie zu. Wenn du dich auch für einen Jerseytreifen entschieden hast, dann schneide ihn ca.2cm breit.

Nun falte den Streifen (bügel ihn), stecke ihn fest (offene Kanten zeigen nach unten) und vernähe ihn. Anschließend legst du das größere Teil (das mit den Füßen) richtig herum vor dich und klappst du es einfach nach oben. Jetzt zeigen die Füße nach oben und die Stoffe  liegen rechts auf rechts aufeinander.

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Jetzt steckst du auch diese wieder zusammen und vernähst sie miteinander. Dabei nähst du ca.0,5cm vom Rand entlang. Wenn du dein Hosenhinterteil jetzt umdrehst, dann siehst du die Paspel zwischen den zwei Teilen herausblitzen.

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Nun ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt. Klappe die Naht der Paspel nach oben. Wenn du also oberhalb der Paspel auf dem Stoff entlangfährst spührst du die Wulst, auf der wir knappkantig zur Paspel entlangsteppen. Und schon ist der Zauber geschehen. Fahre nun ganz normal fort.

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Knopfleiste

Ratz fatz pimpen kannst du ohne großen Aufwand mit der Knopfleiste!

Ich hab mir hier als Maß einfach ein Lineal genommen. Das fand ich von der Breite ganz nett 😉 Du bearbeitest hier also wieder nur das VORDERTEIL! Lineal einmal auf Jersey abgezeichnet, ausgeschnitten und diesen Streifen mittig zum Schrittbogen auf das Vorderteil legen. Wichtig ist, dass oben und unten ca.2cm überstehen. Dann stecke ihn fest und nähe an den Kanten entlang. Ich mag es gerne wild und so hab ich 2 mal schief und gerade darüber genäht 🙂

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Um im Anschluss den Schrittbogen anzunähen, stört der Überschuss der Jerseyleiste. Drehe deinen DACHS um und schneide entlang der Schrittbogenkante sauber zu. Soll deine Knopfleiste nicht bis in den Schritt ragen, dann kürze sie nach Gefallen, vergiss aber nicht den Überschuss am Hosenbund!

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Und schon ist die Knopfleiste fertig. Wenn du nun den FRECHDACHS zusammennähst beachtest du die Leiste nun nicht weiter. Zum Schluss können noch Knöpfe drauf und auch hier war das der ganze Zauber 😉

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Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren 🙂

Liebe Grüße von uns 2 Lilabrombeerwölkchen!

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4 Kommentare zu “Pimp my FRECHDACHS (Tutorial Taschen, Paspel, Knopfleiste)

  1. Hola
    Hablas español?
    Quiero preguntar donde encontrar tan hermoso patrón, espero descargar gratis para mi hijo de 1 año 5 meses
    GRACIAS saludos desde chile 😉

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    • Hola paola,
      si hablo un poco espanol;-) Me encanta que tu quieres nosotros FRECHDACHS. El Patron esta gratis y puedes encontrarlo en el contribucio „Ein FRECHDACHS kommt selten allein-Tutorial und Schnittmuster“ 🙂 gran diversion y muchos saludos!

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  2. Hallo, hab mal eine Frage zum pimpen… Wenn ich die (fake)Paspel einfügen will, müsste ich den Trennungsschnitt nicht am SM vornehmen und dann die Teile einzeln zuschneiden mit NZ? Denn wenn ich den fertigen (Stoff)Zuschnitt auseinanderschneide um ihn dann wieder (mit Paspel) zusammenzunähen, fehlt mir doch die NZ oder hab ich grad nen Denkfehler?!
    LG

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